Aufsicht

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Aufsicht

Während der vereinbarten Betreuungszeiten der Kinder liegt die Aufsichtspflicht beim Personal unserer Tagespflege. Kinder nehmen ihre Umwelt anders wahr als Erwachsene. Kinder bewegen sich in ihrer eigenen, ganz speziellen Erlebniswelt. Und doch sind es die Erwachsenen, die das komplette Umfeld der Kinder gestalten und bestimmen. Um zu verstehen, wie und in welchen Schritten sich kleinkinder entwickeln und um hieraus die notwendigen Schlüsse für eine kindergerechte Gestaltung unserer  Einrichtung abzuleiten, haben wir uns mit der motorischen, sensorischen und kognitiven  Entwicklung der kinder eingehen beschäftigt.

Die Förderung der Entwicklung der Persönlichkeit der Kinder dient dazu, der spielerischen Vermittlung von Fähigkeiten, die es ihnen ermöglichen sollen, mit den Anforderungen und Riskiken des täglichen Lebens umzugehen. Die hieraus resultierende Einheit von Erziehung und Aufsicht verlangt vom Personal die Berücksichtigung vielerlei Faktoren und deren Abwägung in unterschiedlichen Situationen. Die wachsenden Fähigkeiten und das zunehmende Bedürfnis des Kindes zu selbstständigem, verantwortungsbewusstem Handeln bestimmen das Maß der erforderlichen Aufsicht.

Beurteilungskriterien sind hierbei immer die tatsächlichen Fähigkeiten und der jeweilige Entwicklungsgrad der zu betreuenden Kinder. Die individuellen Fähigkeiten und Kenntnisse, die körperliche, geistige und soziale Reife der Kinder bestimmen grundsätzlich alle präventiven Maßnahmen unserer Einrichtung, auch den Umfang und die Art der Aufsicht. Das Personal muss die Gefahr der Tätigkeit einschätzen und ihr Handeln dementsprechend anpassen. Dabei sollte den Kindern dennoch ein gewisser Spielraum eingeräumt werden, um Fähigkeiten beim Umgang mit  gefahrgeneigten Tätigkeiten zu erlernen (z.B. Treppensteigen, Klettern).

Verbote Verbote sollten eher selten aufgestellt werden, da sie die Entwicklung von Selbstständigkeit und  Verantwortungsbewusstsein erschweren. Dies ist aber notwendig, wenn Kinder Belehrungen und  Warnungen nicht beachtet haben, wenn sie zu wenig Einsicht zeigen, wenn sie bestimmte Verhaltensweisen noch nicht beherrschen oder wenn eine Verletzung oder ein Unfall sehr wahrscheinlich ist.

In den ersten drei Lebensjahren stehen zahlreiche und ganz grundlegende Entwicklungsaufgaben an. Wie Kinder diese meistern, hängt auch davon ab, welche Unterstützung sie bei ihren Bewältigungsbemühungen erfahren. Die Entwicklung der Kinder wird durch eine entsprechende Gestaltung des Umfeldes gefördert, durch einen Raum der gleichermaßen ein Ausprobieren und ein sicheres Scheitern ermöglicht. Den Kinder brauchen Freiräume, um sich zu entfalten. Es ist uns wichtig, dass Kinder eigene Beobachtungen und  Erfahrungen machen. Hierbei sind wir Ansprechpartner, Unterstzützer und Beschützer im Leben und Lernen der Kinder während der Betreuung in unserer Einrichtung.

Liliana Fürst